Nicht nur neue Reifen für den Reisedampfer sondern auch eine Erneuerung der Bremsanlage standen vor Beginn der mit Hashtag #CC2013 in den sozialen Netzwerken verbreiteten „Carpe Carpati“-Tour in die ukrainischen und rumänischen Karpaten an.

Hierzu habe ich mir von der Firma ABM
aus dem süddeutschen Breisach Bremsscheiben von Spiegler sowie
Sinter-Bremsbeläge aus dem Hause Feroto empfehlen lassen. Diese
Kombination würde meinen immerhin fast sechs Zentner schweren Untersatz
auch auf den zu erwartenden Pass- und Serpentinenstrecken der
Hochgebirgslandschaft zuverlässig und sicher im Bedarfsfalle zum Stehen
bringen.

Die Gelegenheit war am Tag vor dem Reiseantritt gut, als bei meinem Schrauber des Vertrauens, Carlo von Pfiffikus im Berliner Norden, eh der Wechsel auf neue, von Tirendo
gelieferten Pirelli-Gummis anstand. So konnten nahezu ohne zusätzlichen
Aufwand die neuen Stopper montiert und für die anschließende Probefahrt
vorbereitet werden.


Natürlich
kann man auf den ersten Kilometern noch nicht viel sagen, zumal auch
vorsichtiges Einbremsen angesagt war. Wie präzise und auch gut dosierbar
künftig die Bremsen einsetzen werden, das werde ich ab heute auf den
nun folgenden knapp viertausend Kilometern sicherlich das eine oder
andere Mal erfahren.
Update 28.08.2013:
Knappe
viereinhalbtausend Kilometer und eine Karpatentour in die Ukraine sowie
nach Rumänien und ein Fahrsicherheitstraining später ist es auch für
die Spiegler-Bremsscheiben von ABM und die Sinter-Beläge von Ferodo Zeit
für ein erstes Praxisfazit:
Sowohl Bremsscheiben als auch Bremsbeläge haben mich auf meine „Carpe-Carpati“-Tour
durch die Beskiden und den Karpatenbogen begleitet. Dabei sind wir
durchgehend bei trockenem Wetter und zum Teil sehr hohen Temperaturen
von deutlich über 40 Grad unterwegs gewesen.
Insbesondere
auf der Überraschungsstrecke der Transalpina-Panoramastraße zwischen
der Walachei und Siebenbürgen musste das Gespann ganze Arbeit abliefern.
Meine Reisevorbereitungen hatten ergeben, dass seit 2012 die gesamte
Strecke durchgehend asphaltiert sei. Zu meiner Überraschung stellte sich
dann vor Ort heraus, dass es in Rumänien eine andere Definition von
„durchgehend“ geben muss. Denn das phantastisch neue Teerband der
alpinen Hochstraße wurde immer wieder und völlig unvermittelt von
unterschiedlich langen Streifen unterbrochen, in denen festgefahrener
Schotter den vielen Reiseenduros einen Rest von Vergnügen ermöglichen
wollte.

Sofern
diese Abschnitte zum Teil sogar hunderte von Metern betrugen, konnte
ich dies natürlich rechtzeitig erkennen und früh genug abbremsen. Aber
wenn man mit knapp 100 km/h unterwegs ist und dann plötzlich ein
vielleicht nur 2 Meter breiter Schotterstreifen die Asphaltdecke
durchbricht, dann sieht man dies oftmals erst relativ spät, insbesondere
nach Kurven. In diesen Momenten war ich froh, dass das abs-geregelte
Bremssystem meines Reisedampfers gut funktionierte. Die
Spiegler-Bremsscheiben von ABM und die Sinter-Beläge von Ferodo
ermöglichten knackige Bremsvorgänge mit sehr guter Verzögerung, ohne
dass ich etwas in Sachen Dosierbarkeit vermisst hätte.
Die
gute Verzögerung zeigte sich dann auch während eines
Fahrsicherheitstrainings, das ich am vergangenen Samstag auf dem
ehemaligen Flughafengelände Altes Lager in der Nähe von Jüterbog
besuchte. Insbesondere bei den Bremsübungen zeigte sich die Kombination
aus der Bremsanlage meines Reisedampfers und den montierten Reifen
(Pirelli ST) äußerst souverän. Selbst bei Vollbremsungen aus
Geschwindigkeiten von gut 100 km/h brachten die Spiegler-Bremsscheiben
und neuen Sinter-Beläge von Ferodo die deutliche Verzögerung sehr gut
über die engelsgleichen Pirellis auf den Beton. Die benötigten Bremswege
wichen überraschend wenig von denen der anderen Teilnehmermaschinen ab,
die jedoch nur bis etwa 80 km/h beschleunigt hatten.

Was
mir an den Scheiben bislang aufgefallen ist: Nach einer Standzeit von
einigen Tagen zeichnet sich eine leichte Färbung der Bremsscheiben ab,
die auf etwas Flugrostbefall hindeutet. Dabei steht der Reisedampfer
konsequent unter einer wasserdichten und uv-beständigen Plane draußen.
Hier bin ich gespannt, ob sich diese Anzeichen bei feuchterer Witterung
verstärken und ob ich Auswirkungen auf das Bremsverhalten bemerken
werde.
Naturgemäß
kann man nach den bislang gelaufenen etwa 4.500 Kilometern noch nicht
viel zur Haltbarkeit der Scheiben und Beläge sagen. Dazu wie auch zu
Verzögerungen bei Nässe und später auch bei kühlen Temperaturen werde
ich weiter berichten.
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