Samstag, 1. Oktober 2016

Produktvorstellung Kombination Spiegler-Bremsscheiben und Ferodo-Bremsbeläge

August 2013

Nicht nur neue Reifen für den Reisedampfer sondern auch eine Erneuerung der Bremsanlage standen vor Beginn der mit Hashtag #CC2013 in den sozialen Netzwerken verbreiteten „Carpe Carpati“-Tour in die ukrainischen und rumänischen Karpaten an.


 


Hierzu habe ich mir von der Firma ABM aus dem süddeutschen Breisach Bremsscheiben von Spiegler sowie Sinter-Bremsbeläge aus dem Hause Feroto empfehlen lassen. Diese Kombination würde meinen immerhin fast sechs Zentner schweren Untersatz auch auf den zu erwartenden Pass- und Serpentinenstrecken der Hochgebirgslandschaft zuverlässig und sicher im Bedarfsfalle zum Stehen bringen.




Die Gelegenheit war am Tag vor dem Reiseantritt gut, als bei meinem Schrauber des Vertrauens, Carlo von Pfiffikus im Berliner Norden, eh der Wechsel auf neue, von Tirendo gelieferten Pirelli-Gummis anstand. So konnten nahezu ohne zusätzlichen Aufwand die neuen Stopper montiert und für die anschließende Probefahrt vorbereitet werden.

 


Natürlich kann man auf den ersten Kilometern noch nicht viel sagen, zumal auch vorsichtiges Einbremsen angesagt war. Wie präzise und auch gut dosierbar künftig die Bremsen einsetzen werden, das werde ich ab heute auf den nun folgenden knapp viertausend Kilometern sicherlich das eine oder andere Mal erfahren.


Update 28.08.2013:



Knappe viereinhalbtausend Kilometer und eine Karpatentour in die Ukraine sowie nach Rumänien und ein Fahrsicherheitstraining später ist es auch für die Spiegler-Bremsscheiben von ABM und die Sinter-Beläge von Ferodo Zeit für ein erstes Praxisfazit:

Sowohl Bremsscheiben als auch Bremsbeläge haben mich auf meine „Carpe-Carpati“-Tour durch die Beskiden und den Karpatenbogen begleitet. Dabei sind wir durchgehend bei trockenem Wetter und zum Teil sehr hohen Temperaturen von deutlich über 40 Grad unterwegs gewesen.

Insbesondere auf der Überraschungsstrecke der Transalpina-Panoramastraße zwischen der Walachei und Siebenbürgen musste das Gespann ganze Arbeit abliefern. Meine Reisevorbereitungen hatten ergeben, dass seit 2012 die gesamte Strecke durchgehend asphaltiert sei. Zu meiner Überraschung stellte sich dann vor Ort heraus, dass es in Rumänien eine andere Definition von „durchgehend“ geben muss. Denn das phantastisch neue Teerband der alpinen Hochstraße wurde immer wieder und völlig unvermittelt von unterschiedlich langen Streifen unterbrochen, in denen festgefahrener Schotter den vielen Reiseenduros einen Rest von Vergnügen ermöglichen wollte.



Sofern diese Abschnitte zum Teil sogar hunderte von Metern betrugen, konnte ich dies natürlich rechtzeitig erkennen und früh genug abbremsen. Aber wenn man mit knapp 100 km/h unterwegs ist und dann plötzlich ein vielleicht nur 2 Meter breiter Schotterstreifen die Asphaltdecke durchbricht, dann sieht man dies oftmals erst relativ spät, insbesondere nach Kurven. In diesen Momenten war ich froh, dass das abs-geregelte Bremssystem meines Reisedampfers gut funktionierte. Die Spiegler-Bremsscheiben von ABM und die Sinter-Beläge von Ferodo ermöglichten knackige Bremsvorgänge mit sehr guter Verzögerung, ohne dass ich etwas in Sachen Dosierbarkeit vermisst hätte.

Die gute Verzögerung zeigte sich dann auch während eines Fahrsicherheitstrainings, das ich am vergangenen Samstag auf dem ehemaligen Flughafengelände Altes Lager in der Nähe von Jüterbog besuchte. Insbesondere bei den Bremsübungen zeigte sich die Kombination aus der Bremsanlage meines Reisedampfers und den montierten Reifen (Pirelli ST) äußerst souverän. Selbst bei Vollbremsungen aus Geschwindigkeiten von gut 100 km/h brachten die Spiegler-Bremsscheiben und neuen Sinter-Beläge von Ferodo die deutliche Verzögerung sehr gut über die engelsgleichen Pirellis auf den Beton. Die benötigten Bremswege wichen überraschend wenig von denen der anderen Teilnehmermaschinen ab, die jedoch nur bis etwa 80 km/h beschleunigt hatten.




Was mir an den Scheiben bislang aufgefallen ist: Nach einer Standzeit von einigen Tagen zeichnet sich eine leichte Färbung der Bremsscheiben ab, die auf etwas Flugrostbefall hindeutet. Dabei steht der Reisedampfer konsequent unter einer wasserdichten und uv-beständigen Plane draußen. Hier bin ich gespannt, ob sich diese Anzeichen bei feuchterer Witterung verstärken und ob ich Auswirkungen auf das Bremsverhalten bemerken werde.

Naturgemäß kann man nach den bislang gelaufenen etwa 4.500 Kilometern noch nicht viel zur Haltbarkeit der Scheiben und Beläge sagen. Dazu wie auch zu Verzögerungen bei Nässe und später auch bei kühlen Temperaturen werde ich weiter berichten.

Keine Kommentare:

Kommentar posten