Montag, 5. September 2016

bags-connection Quick-Lock Trial

Zu meinem Glück war mein Reisedampfer bereits beim Kauf mit einem kleinen aber feinen Tankrucksack aus dem Hause bags-connection / sw-motech ausgestattet: Der Daypack, in den meine digitale Spiegelreflexkamera mit Superzoomobjektiv ganz wunderbar hineinpasst, ist mittels schlauem Quicklock-Verschluss am Tank befestigt.
Bei diesem System wird um den Tankdeckel herum eine Schiene fest montiert und der Tankrucksack selbst ist mit dem passenden Gegenstück ausgestattet. Darüber wird der Tankrucksack mit nur einem Klick fest verzurrt und ist mit einem kurzen Zug an der dafür vorgesehenen Strippe ebenso zügig wieder gelöst.

Für die längeren Reisen braucht es aber etwas mehr Stauraum. Also half auch hier ein Blick in das Angebot des Herstellers und siehe da: Mit dem Trial war schnell der perfekte Reise-Tankrucksack gefunden:
Das genial-schnelle Verschlusssystem gepaart mit maximal 23 Litern Volumen lassen die Hoffnung zu, dass sich das Öffnen dieses Kartons sehr lohnen wird:

Und genau: Ergänzt um eine Regenhaube und ausgestattet mit einem Schulter-Trageriemen freut sich der trial schon auf die ersten größeren Ausfahrten. Sobald diese wetterbedingt wieder möglich sind, gibt es hier die praktischen Erfahrungen zum Nachlesen.

Meine Motorradtour „KulThüringen“ Mitte April sowie der sich daran anschließende „Long Way To Croatia“ mit der gleichnamigen Gruppe um Armin Würfel über Ostern nach Rovinj waren dann auch die beste Gelegenheit, den Trial auf seine Praxistauglichkeit zu testen.

Geliefert wurde er noch ohne montierte Kupplung zur Befestigung am Gegenstück des Tankdeckels. Somit war eine individuelle Anpassung an Maschine und Fahrer möglich: Nach dem Anzeichnen sind die notwendigen 4 Löcher schnell in den verstärkten Boden gebohrt und die Kupplung mit den mitgelieferten Schrauben befestigt. Da sich auch der Verschlussbolzen als Arretierung des Tankrucksacks auf dem Tank zusätzlich per Schraubgewinde in der Länge verstellen lässt, bestehen bei der Montage eigentlich kaum Fehlermöglichkeiten.
Anschließend bot sich der Trial für mich als Möglichkeit an, meine gesamte Foto-, Video- und Rechnertechnik schonend zu transportieren: Schnell fanden meine digitale Spiegelreflexkamera samt Zoom-Objektiv, mein Reisestativ, diverse Kamerahalterungen, meine HD-Action-Cams XTC 200 von Alan-Electronics, Kodak Playsport und GoPro-Hero, zahllose USB-Kabel, Netzteile und Ladekabel sowie eine kleine Schatulle für meine Ersatz-Speicherkarten ihren Platz. Vor allem konnte ich hier auch mein unabdingbares Netbook für die Kommunikation unterwegs unterbringen. In den beiden seitlich angebrachten Taschen konnte ich neben der Regenhaube auf der einen Seite auch meine Sonnenbrille sowie auf der anderen Seite meine externe Speicherplatte, einen kleinen Block und ein paar Stifte verstauen.
Gut ist an dem Trial, dass man die linke Seitentasche über einen Reißverschluss auch abnehmen und dann beim Stadtbesuch etc. auch gleich als Bauchtasche nutzen kann. Für mich hatte es noch einen weiteren Vorteil: Insbesondere mit montierter Seitentasche ist der Trial derart breit, dass der Lenkausschlag meiner BMW R1150RT deutlich eingeschränkt ist. Das führt unweigerlich dazu, dass beim starken Linkseinschlag des Lenkers z. B. Beim Wenden dieses Manöver mit einem durchdringenden Hupton quittiert wird, da dann der Schalter für die Hupe an den Tankrucksack gedrückt wird. Besonders peinlich, als mir dies bei der Ankunft im Vier-Sterne Schloßhotel Landsberg in Meiningen auf dem Schlossplatz inmitten ansonsten landschaftlicher Ruhe passierte und somit alle Gäste und Beschäftigten des Hauses wussten: Wir sind jetzt auch da!

Ansonsten kann man auch mittels Dehnfalte erweitertem Volumen des Trial wunderbar über ihn hinweg alle Instrumente meines Reisedampfers sehen. Zur Orientierung hilfreich ist auch die mittlerweile bei Tankrucksäcken übliche Klarsichtfolie für die Unterbringung von Kartenmaterial auf dem Deckel. Bei Nichtbenutzung ist das unter der Sichthülle zu sehende Muster auf dem Deckel sehr ansprechend. Allerdings können die sich aus diesem Muster ergebenden Nähte bei gefülltem Tankrucksack und dem versuch, dann noch Karten unter das Sichtfenster zu schieben, durchaus hinderlich sein: Eselsohren sind dann garantiert.
Spätestens beim Tanken wird man dann aber den Vorteil des Schnellverschlusses schätzen lernen: So schnell und unkompliziert ist kaum ein anderer Tankrucksack heruntergenommen, um an den Einfüllstutzen zu gelangen. Keine lästigen Gurte, die ggf. auch noch den Lack angreifen, müssen gelöst werden. Und auch die Probleme, die man wie bei meiner R1150RT mit einem Magnettankrucksack auf einem Kunststofftank hat, haben nun ein Ende.

Fazit: Der Trial von sw-motech / Bags-connection ist ein sehr praktischer Reisebegleiter, bei dem die Vorzüge der Handhabbarkeit und der Verarbeitung hervorstechen. Wenn ich für künftige Überarbeitungen Wünsche äußern dürfte, würde ich ihn mir insgesamt etwa 2 cm schmaler und dafür vielleicht 2 cm länger wünschen, aber das kann eventuell auch an meinem Motorradmodell liegen. Vor allem aber empfehle ich, künftig auf das nette Stoffmuster im Kartenfach zu verzichten und zu einer ebenen Fläche unterhalb des Sichtfensters zurückzukehren.

Insgesamt verdient sich Trial aber einen klaren Motorrad-Tourer.com – Tipp!

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