Freitag, 15. April 2016

Highland-Hobby #HiHo 2016 – Die Testfahrt

In der Woche nach Ostern sollte es dann auf „große“ Testfahrt gehen: eine knappe Woche Lausitz schien eine gute Gelegenheit zu sein, ein paar Dinge auszuprobieren, die dann auf unserem Roadtrip durch Schottland im Mai 2016 funktionieren sollten. Aber einige Vorbereitungen standen zuvor noch an:

Bei unserem Frühjahrsputz hatten wir leider noch die Reinigung und Desinfektion des Frischwassertanks vergessen. Ein entsprechender Tipp führte uns dann zu dem Agebot von Certisil. Von diesem Anbieter wurde uns eine dreigeteilte Prozedur mit Reinigung und Spülung nicht nur des Tanks sondern vor allem auch aller frischwasserführenden Leitungen sowie incl. Wasserkonservierung empfohlen. 

www.certisil.com


Wir haben uns dann mal auch an diese Arbeit gemacht. Da es uns nach wie vor gesundheitlich gut geht, dürfen wir wohl zu Recht hoffen, hierbei keine allzu großen Fehler gemacht zu haben ;-)




Unser Hobbynator war vom Vorbesitzer mit einem 2er-Fahrradträger auf der Deichsel ausgestattet worden, was uns zunächst sehr gut gefiel. Durch diverse Hinweise sensibilisiert besorgten wir uns dann eine Deichselwaage, um – selbstverständlich auf Höhe des Kugelkopfs unserer Anhängerkupplung am Zugfahrzeug – die Anhängelast zu kontrollieren. Ups, mit nur einer gerade einmal halbvollen Gasflasche im Gaskasten und noch ohne montierte Fahrräder zeigte die Waage bereits etwas über 60 kg an. Das bedeutet wiederum, dass die an unserem Zugfahrzeug zulässige Anhängelast von immerhin 90 kg mit einer vollen Gasflasche und zwei montierten Fahrrädern, die zusammen schon etwas über 35 kg auf die Waage bringen, schnell überschritten sein würde.

Den Wohnwagen dann bewusst so zu beladen, dass in seinem Heck ein Gegengewicht entsteht, welches zu einer Verringerung der Anhängelast führen würde, war für uns keine wirkliche Option: Zu viele Stimmen warnen in einem solchen Fall vor unruhigerer Straßenlage des Wohnwagens, als dass wir hier ein Risiko eingehen wollten. Also war schnell klar, auch wenn wir uns schon sehr darauf gefreut hatten, mit unseren Berlin-Rädern schottischen Boden unter die Reifen zu nehmen, es braucht eine Alternativlösung für die Fahrräder. 




Dabei wurden wir wiederum in unserer Heimatstadt fündig: Ziemlich zentral in der berühmten „Alten City West“ befindet sich in der parallel zum Ku-Damm laufenden Kantstraße das Fahrradgeschäft Just-Bikes, das unter seiner Hausmarke Chrisson pfiffige Falträder anbietet, die für uns wie geschaffen erscheinen: 




Mit den aus unserer Jugend noch mit einem spöttischen Charme in der Erinnerung verbliebenen Klapprädern haben diese Modelle nur noch die Grundidee gemeinsam: Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen auf eine handliche Größe bringen. Ansonsten zieren die Chrisson-Falträder eine qualitativ vernünftige 6-Gang-Schaltung, effektive Felgenbremsen sowie eine stabile Rahmenkonstruktion mit Schnellspannverschlüssen, die eine schnelle Montage oder Demontage ermöglichen. Wie schnell das geht, kann man im folgenden Video sehr gut sehen (nach Anklicken des nachfolgenden Bildes öffnet sich das Video in einem neuen Fenster):


https://www.flickr.com/photos/motorrad-presse/26353224912/in/album-72157663970147764/


Derart in der Größe verringert, finden unsere beiden neuen Reisebegleiter bequem neben dem prophylaktisch mitgenommenem DENQBAR-Generator auf der Ladefläche unseres Zugfahrzeugs Platz, sind dort vor Wind und Wetter sowie Diebstahl geschützt und belasten damit nicht mehr zusätzlich des Gesamtgewicht sowie die Anhängelast unseres Hobbynators.




Außerdem hatten wir uns vor der Testfahrt noch mit einem wenig Strom verbrauchenden Fernseher (Telefunken mit 61 cm Bildschirmdiagonale aber nur 19 Watt Stromaufnahme im Betrieb) sowie einer ebenso preiswerten wie handlichen Satellitenschüssel im praktischen Koffer und herausragenden Bewertungen bei Amazon ausgestattet.


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Für das leibliche Wohl sollte ferner ein ebenfalls von vielen Campern empfohlener Tischgrill sorgen, der ebenfalls für kleines Geld ergattert wurde und mit handlichen Gas-Kartuschen betrieben wird.


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Ansonsten haben wir uns natürlich vor der Testfahrt informiert, welche Hotspots die Region der Lausitz zu bieten hat und welche Camping- oder Stellplätze für uns in Betracht kommen. Was die Tipps zur Region angehen, haben wir wie so oft auf den Reiseführer „Lausitz“ aus dem Berliner Trescher-Verlag gesetzt und wurden erneut nicht enttäuscht. Wir mögen sowohl die Auswahl der vorgeschlagenen Sehenswürdigkeiten als auch das für uns richtige Ausmaß an erläuternden Hinweisen und Hintergrundinformationen.


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Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten haben wir auf unserer Testfahrt dann auf zwei Trümpfe setzen wollen: Zum einen ist der neue Stellplatz-Führer„Landvergnügen“ gerade rechtzeitig vor unserem Trip herausgekommen. Das Besondere an diesem Stellplatzführer ist, dass er Campingfreunde und Anbieter regionaler Produkte zusammenbringt. Solche Anbieter offerieren für Wohnmobile, aber sehr häufig auch für Wohnwagen, die Möglichkeit, dort jeweils für eine Nacht kostenlos zu stehen. Gleichzeitig bekommen die Gäste die Gelegenheit, die Produkte des jeweiligen Anbieters frisch und direkt zu erwerben und auszuprobieren. Für uns als Leckermäuler und immer an regionalen Spezialitäten und Besonderheiten Interessierten klang das wie das Versprechen des Paradieses auf Erden.

Außerdem und vor allem schon mit Blick auf unsere geplante Schottland-Reise im Mai haben wir uns mit den Angeboten der niederländischen Camping-Spezialisten von ACSI befasst. Diese bieten neben sehr umfangreichen Camping- und Stellplatzführern für Deutschland und auch für Europa zusätzlich noch ein Schmankerl für die Nebensaison an: Legitimiert durch die eigene „Camping Card“ kann man auf vielen Plätzen in der Nebensaison besonders günstige Konditionen in Anspruch nehmen. Oftmals zahlt man dann bei diesen Angeboten lediglich 17 – 19 Euro pro Nacht für ein Caravan-Gespann mit zwei erwachsenen Personen.

www.acsi.eu


Wir wollen nicht zu weit vorgreifen, aber auch in unserem späteren Zielgebiet Schottland sind sehr viele, für uns interessante Campingplätze Partner von ACSI, so dass sich aus unserer Sicht eine Investition in die Stellplatzführer der Niederländer, ggf. auch sogar in die zusätzlich zu erwerbende Camping-Card sehr lohnen kann. 



Für unsere Testfahrt sind wir jedenfalls sowohl im „Landvergnügen“ als auch beim ACSI-Angebot fündig geworden: Für die erste Nacht haben wir uns einen Tag vorher bei einem Milchschafhof im zur nördlichen Lausitz zählenden Spreewald angemeldet. Den Hobbynator haben wir dann am Vormittag des Dienstags nach Ostern mit dem restlichen Hab und Gut beladen, Falträder und Generator verladen, um dann gegen Mittag von Berlin aus Kurs Südost zu nehmen. Bewusst haben wir dabei zunächst auf die Nutzung der schnelleren Autobahn verzichtet, wollten wir doch diese Testfahrt auch dazu nutzen, uns mit dem Fahrverhalten unseres Hobbynators und der notwendigen Gewöhnung an die zusätzlichen Abmessungen zu gewöhnen. Also ging es über unterschiedlich große und kleine Brandenburger Straßen und Sträßchen, bis wir ziemlich schnell gemerkt haben, dass uns unsere Vor-Erfahrungen mit anderen Anhängern durchaus zugute kommen und wir uns schnell an die nun zu beachtenden Abmessungen gewöhnt haben.

So konnten wir dann irgendwann guten Gewissens auf die Autobahn wechseln, um bei ca. Tempo 90 (der Hobbynator hat bekanntlich eine 100er-Zulassung) gemütlich und ohne Hetze aber auch ohne langsamen LKWs hinterherzuckeln zu müssen Strecke zu machen. Der Spritverbrauch stellte sich dann schnell bei etwas unter 10 Litern ein, was in Anbetracht des sonstigen Verbrauchs unseres Zugfahrzeugs von etwa 6 bis 7 Litern auf der Autobahn im Rahmen des zu Erwartenden lag.



So trafen wir dann am späten Nachmittag auf dem Milchschafhof ein und auf eine – trotz heftiger Erkältung – überaus freundliche Gastgeberin, die uns sogleich verschiedene Möglichkeiten zeigte, auf denen wir auf ihrem Gelände unseren Wohnwagen abstellen durften. Wir entschieden uns für ein Plätzchen, das uns die Hoffnung auf einen späteren schönen Sonnenuntergang gab und gleichzeitig einen kurzen Weg zu den Toiletten ermöglichte. Schnell waren die Stützen ausgefahren, das Stromkabel (Strom gab es auch noch kostenlos...) verlegt und die Gasflasche aufgedreht.

Dann mussten wir uns auch schon sputen, wollten wir den Tipp unserer freundlichen Gastgeberin annehmen: Ihr Mann werde gleich im Stall damit beginnen, die Schafe zu melken. Und wenn wir wollten, dürften wir dabei gerne zusehen. Na klar wollten wir.



Also ging es rüber zu den Ställen. Da wurden wir dann nicht nur von der Menge der dort stehenden Schafe (um frei auf der Wiese zu stehen war es um diese Jahreszeit einfach noch zu kalt), insbesondere aber von den vielen, erst wenige Tage oder Wochen alten Jungtieren überrascht. 








Auch staunten wir nicht schlecht, als sich verschiedene Schweinearten zu den Schafen gesellten und wir nach und nach ein Gespür dafür bekamen, wie groß der Betrieb unserer Gastgeber eigentlich war.



Einen Stall-Spaziergang und einige nette Gespräche mit den helfenden Praktikanten und Praktikantinnen später dann der Show-Down: Als hätten sie es schon seit langem eingeübt, trotteten die Schafe aus eigenem Antrieb an die Melkstationen, nahmen jeder und ohne Drängeln seine richtige Position in der Reihe ein, machten sich genüßlich über das angebotene Futter her und ließen sich nach und nach und ohne Gegenwehr bereitwillig melken.

So bekamen wir aus erster Hand einen Eindruck, wie die Basis für die später in diesem Betrieb hergestellten Schafskäse geschaffen wird Natürlich versorgten wir uns dann auch noch bei unseren freundlichen Gastgebern für wirklich kleines Geld mit einigen Sorten Käse, frischen und gerade aus dem Hühnerstall geholten Eiern sowie einem leckeren Selbstgemachten Fleischkäs, der dann das Abendessen nicht mehr überlebte. Da es außerdem in dem Ort noch einen kleinen Hofladen gab, der gerade noch offen war, statteten wir diesem selbstverständlich auch noch einen Besuch ab und bekamen einen zusätzlichen Eindruck der hier entstehenden regionalen Produkte.



Der Sonnenuntergang ließ dann noch einige Zeit auf sich warten und zunächst einigen heftigen Regen- und Hagelschauern den Vortritt. Gemütlich in unserem Hobbynator sitzend und die frisch erworbenen Produkte verspeisend konnten wir diesem Schauspiel aus unmittelbarer Nähe folgen und die anschließenden herausragenden Lichtverhältnisse für schöne bleibende Eindrücke nutzen.











Am nächsten Morgen hieß es dann, Abschied zu nehmen. Mit dem ernstgemeinten Beteuern, zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen räumten wir dann das Feld, damit weitere Besitzer des Landvergnügen-Stellplatzführers im Laufe des Tages nachrücken konnten. Nach diesem Erlebnis hat sich Landvergnügen eine überzeugte und dicke Empfehlung von uns verdient.



Wir steuerten dann zunächst Vetschau an, einen Ort, den wir bislang überwiegend mit der nahegelegenen Slawenburg Raddusch in Verbindung gebracht hatten. Das niedliche kleine Zentrum mit seiner wendisch-deutschen Doppelkirche haben wir dann durchquert, ehe wir uns in der Zentrale der Vetschauer Wurstwaren noch vorsorglich mit Proviant für unsere weitere Fahrt eingedeckt hatten.



Von dort aus ging es dann nach Spremberg, wie es in den Reiseführern so schön heißt der „Perle der Lausitz“. Und tatsächlich haben die Spremberger ihr kleines Städtchen insbesondere im Zentrum ganz schön herausgeputzt. Unser kleiner Bummel führte uns an schönen Fassaden insbesondere der Sparkasse und an dem vielleicht bekannten Bullwinkel-Brunnen vorbei in Richtung Burg, in der sich heute neben dem Lausitzer Heidemuseum auch eine Musikschule befindet.











Auf wem Weg dorthin aber stolperten wir völlig zufällig dem eigentlichen Hotspot Sprembergs über die Schwelle: Schon der für unsere Ohren etwas ungewöhnliche Name „Kosel`s moderne Hauswirtschaft“ zog uns magisch an. 



Bislang hatten wir ja zum Beispiel das kleine „Problem“, dass sich unsere Kleiderbügel im Wohnwagen während der Fahrt regelmäßig von der Kleiderstange im Schrank verabschiedeten und dann in einem wirren Durcheinander auf dem Schrankboden ausruhten. Vielleicht bekamen wir hier eine Idee, damit umzugehen?

Nun, gesehen haben wir nichts. Aber dann begegnete uns unser Highlight des Tages: Der Inhaber entpuppte sich nicht nur als pfiffiger Problemlöser: Auf die Frage, ob wir nicht vielleicht – zum Beispiel aus einer Hemdenreinigung – Drahtbügel hätten, deren Krümmung wir einfach stärker um die Kleiderstange herumführen könnten, hätten wir auch durchaus alleine kommen dürfen... Aber damit nicht genug: Der schon eingangs erwähnte Reiseführer in unserer Hand entlarvte uns als Touristen und führte direkt zu der augenzwinkernden Frage, was uns als Berliner denn in das Niemandsland eines Lausitzer Haushaltswarenladens führe und ob es denn in Berlin nichts mehr zu kaufen gäbe.



Bevor wir antworten konnten sprudelten die Tipps zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Region nur so aus unserem wortgewandten Gegenüber, dass wir uns kurzzeitig fragten, ob zugleich auch die Tourismus-Information im Haushalts-Kaufhaus untergebracht war. Also, das gibt ebenfalls eine klare Empfehlung von uns: Wer sich im Raum Spremberg einmal umsehen möchte, dem empfehlen wir sehr einen Besuch von Kosel`s moderner Hauswirtschaft, damit Ihr Euch auch fachkundig beraten lassen könnt, was es hier zu sehen gibt... Nicht zuletzt auch seine mehrere Jahrzehnte alte Sammlung von Duracell-Hasen im Schaufenster ;-)




Von Spremberg aus fuhren wir einen Bogen in südöstlicher Richtung, um unser nächstes Ziel anzusteuern: In den ACSI-Unterlagen waren wir auf zwei Camping-Plätze direkt am Senftenberger See gestoßen, wobei wir uns zunächst für den Platz „Familien Park“ entschieden. Diese Entscheidung ließ sich nicht lange halten, denn dort, wo uns unser Navigationsgerät nach Eingabe der Adresse hinführte, war von einem Campingplatz weit und breit nichts zu sehen.

Zum Glück hatten wir auf dem Weg den anderen Platz bereits passiert und entschieden nun, ohne weitere Suche umzukehren und eben diesen Platz anzusteuern. Das war dann auch gleich eine gute Gelegenheit, auf engem Raum mit dem Hobbynator ein Wendemanöver auszuprobieren. Mit den routinierten Anweisungen von Mone gelang mir dieses Manöver mit nur einer Korrektur, so dass wir uns hinterher verdutzt fragten, ob das nun das ganze Problem gewesen sei? Hoffentlich werden wir nicht zu schnell zu übermütig und stecken dann irgendwann in einer vergleichbaren aber doch anderen Situation nicht in der Klemme... Wahrscheinlich wird aber genau das geschehen, ich kenne mich ja auch schon etwas länger...



Der Komfort-Campingplatz am Senftenberger See entpuppte sich als wahrer Glücksgriff: Die 5 Sterne dieses Platzes wurden nicht zu Unrecht vergeben: Top Sanitäreinrichtungen, eine sehr gepflegte Anlage, Strom, Wasser und sogar Fernsehanschluss direkt am Stellplatz, sogar ein morgendlicher Brötchenservice trotz Vor-Vor-Saison – alles in allem ist dieser Platz mit seinen netten Betreibern Schuld daran, dass wir unsere Pläne änderten: Da wir nach den feuchten Vortagen unseren Hobbynator und auch das Zugfahrzeug auf einem doppelt breiten und gepflasterten Wohnmobil-Stellplatz platzieren durften, konnte es nicht mehr besser werden und wir entschlossen uns, Testfahrt hin oder her von nun an einfach mal ein paar Tage auszuspannen und hier zu bleiben. Schnell war der Platz bis Sonntag verlängert und wir grinsten uns zufrieden zu.








So verbrachten wir dann die folgenden Tage mit einem Besuch des spektakulären Besucherbergwerks F60 in der Nähe von Finsterwalde, einigen kleineren Ausfahrten mit unseren neuen und hervorragend funktionierenden Chrisson-Falträdern rund um den Senftenberger See, sowie dem Besuch in der Nähe wohnender Verwandter.

Herausragend hat sich tatsächlich der Kochmann-Grill gemacht: Mit wenig Platzbedarf ist dieser schnell aufgebaut. Die eingelegte Gaskartusche hat uns drei Abende lang Grillvergnügen bereitet, ohne dass sie dabei in die Knie gegangen ist und die nachfolgende Reinigung der Grillplatte sowie der Fettschale ist dank tefalähnlicher Beschichtung wirklich ein Kinderspiel.

Weniger erfolgreich fiel die Testphase in puncto Fernsehen aus. Auch mit unterschiedlichen vor Ort noch nachgekauften Kabeln konnten wir einfach keinen Empfang in unseren Fernseher zaubern. Nach zunächst im Verdacht stehenden untauglicher Sat-Schüssel oder vielleicht defekten Sat-Findern steht nun unser Fernseher unter Generalverdacht: Auch mit dem TV-Anschluss unseres Campingplatzes haben wir es nicht geschafft, irgendeinen Sender zu empfangen. Hier wartet jetzt daheim noch etwas kriminalistischer Spürsinn gepaart mit Fehlersuche, um dann für unseren Schottland-Trip auch unter diesem Aspekt gut vorbereitet zu sein.

Freitag, 25. März 2016

#HiHo2016 - die technische Vorbereitung... vieles ist "Denqbar"

Wenn wir im Mai mit unserem "Hobbynator" Schottland bereisen, möchten wir auch von der dortigen Möglichkeit Gebrauch machen, die eine oder andere Nacht außerhalb von Camping Parks zu verbringen.



"Grundsätzlich dürfen Wohnwagen oder Motorräder rund 14 Meter (15 yards) von der Straße entfernt parken, ohne dabei gegen Gesetze zu verstoßen. Das bedeutet aber nicht, dass Motorradfahrer auch das Recht haben, dort Halt zu machen, wenn der Landeigentümer das nicht will. Theoretisch kommt es also immer darauf an, sich mit den Einheimischen zu verständigen und ihr Okay einzuholen." weiß das Schottland-Magazin zu berichten. Wichtig ist es dabei, den Scottish Outdoor Access Code zu beachten.

Für uns als Caravaner heißt das allerdings, im Vorfeld ein technisches Problem anzugehen: Anders als beispielsweise Wohnmobile verfügt unser Hobbynator wie viele andere Wohnwagen auch über keine eigene Stromversorgung. Ohne den in Camping Parks weit verbreiteten Stromanschluss können wir zwar unseren Kühlschrank über Gas betreiben, aber Licht steht uns dann nur in Form von Kerzen oder dergleichen zur Verfügung, unser Notebook für die hoffentlich fast täglichen Updates unserer Erlebnisse wäre auf die Dauer einer Akku-Ladung beschränkt.

Also haben wir uns mit den Möglichkeiten einer autarken Stromversorgung auseinandergesetzt. Zum einen kommt dafür die Nutzung von (Versorgungs-)Batterien in Betracht. Ergänzend dazu braucht es noch die Möglichkeit einer Spanungswandlung von 12 V auf 230 V sowie Möglichkeiten, die Batterien (eigentlich sind es ja Akkus..) nach erfolgter Nutzung und damit einhergehender Entladung wieder aufzuladen. Zum anderen haben wir uns auch mit einem benzinbetriebenen Generator befasst, der dann vor Ort direkt Strom mit einer Spannung von 230 V zur Verfügung stellen kann. Unsere Überlegungen haben wir in dem folgenden Video auf unserem Youtube-Kanal von umgeSEHenTV dokumentiert:




Wie schon im Video dargestellt, haben wir uns also letztendlich dazu entschieden, dass wir den benzinbetriebenen Inverter Generator DQ 2200 E des sächsischen Herstellers Denqbar aus Pirna mit in die schottischen Highlands mitnehmen werden.


Hauptgrund war die unsichere Wetterprognose für Schottland. Diese war in unserem Fall das Zünglein an der Waage und hat unsere Entscheidung gegen die Batterie-Lösung ergänzt um den ansonsten sehr praktischen Solarkoffer von SolarXXL sowie den Sinus-Wechselrichter Voltcraft SW 300 von Conrad bzw. den SWS 600/12 von ricoo von beeinflusst. Auf spätere Reisen in sonnenreichere Regionen wird uns dagegen vielleicht eher diese Kombination begleiten.


Denqbars DQ 2200 E schränkt uns dagegen bei der wenig stabilen schottischen Witterung nicht ein und ermöglicht uns unterwegs maximale Flexibilität. Dieses Modell haben wir in dem folgenden Video auf dem Youtube-Kanal von umgeSEHenTV vorgestellt:



Was uns an diesem Modell besonders gefällt, ist neben der hohen Stromleistung vor allem die Ergänzung um einen elektrischen Starter. Zwar setzt dessen Funktion auch eine entsprechend aufgeladene Batterie im Inneren des DQ 2200 E voraus, verspricht sie aber doch eine zusätzliche Bequemlichkeit.


Zur Sicherheit ist aber auch ein ergänzendes Zugseil vorhanden, so dass wir den Generator in jedem Fall starten können.

Nun sind wir schon sehr gespannt, ob sich diese Entscheidung unterwegs so positiv darstellen wird, wie wir uns das erhoffen. Wir werden nun noch die Leuchtkörper in unserem Wohnwagen gegen stromsparende LEDs austauschen, um auch damit künftiges autarkes Stehen des Hobbynators zu unterstützen.



Sonntag, 13. März 2016

Highland-Hobby #HiHo2016 – die Planungsphase

Bei der Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, Must-Haves und Hotspots in Schottland macht eine gute Planung der Reiseroute ganz besonders viel Sinn. Anders als bei meinen Motorrad-Reisen haben wir im Falle unserer ersten großen Reise mit dem Caravan aber einen anderen Spagat zu bewältigen:

Ich würde am liebsten aus alter Gewohnheit schon die straßengenaue Route am Rechner vorplanen, um sie dann in unser Navigationsgerät GARMIN zumo 590 LM zu importieren und dann von dort aus nachzufahren. Simone dagegen weist nicht zu Unrecht darauf hin, dass uns der Wohnwagen eigentlich gerade ein besonderes Maß an Spontanität und Flexibilität ermöglichen sollte. Insbesondere bei den häufig schnell wechselnden Wetterverhältnissen in Schottland könnte eine ebensolche Möglichkeit, schnell mal die bisherige Planung umzuwerfen und einer neuen Idee zu folgen, durchaus Sinn machen.




Also bin ich zunächst erst einmal dabei, auf einer eigenen Karte bei GoogleMaps alle interessanten Punkte zu sammeln, um dann vor Ort einen schnellen Überblick erhalten zu können, was sich denn so alles in der Nähe unseres jeweiligen Standorts so befindet. Und um noch mehr Tipps zu erhalten, war an diesem Wochenende die in Berlin stattfindende ITB die beste Gelegenheit.





Natürlich habe ich einen Abstecher zur Fährgesellschaft DFDS gemacht, die uns von Amsterdam nach Newcastle und am Ende unserer Reise wieder zurückbringen wird. Neben einer nochmaligen Besprechung unserer bereits unter Dach und Fach befindlichen Buchung für die Überfahrt, jeweils einer 2-Bett-Außenkabine sowie reichhaltigem Abend- und Frühstücksbuffet auf beiden Strecken haben wir zusammen mit Franziska Reckling auch gleich noch über die Möglichkeiten der Fährnutzung für spätere spinnerte Ideen von uns sprechen können: 





Wie auch schon bei unseren bisherigen Kontakten haben wir die Mitarbeiterinnen von DFDS durchweg als äußerst freundlich und engagiert erleben dürfen. Hoffentlich geht das so weiter :-)


www.schottlandberater.de


Ein ganz wichtiges Gespräch habe ich dann aber mit Wilfried Klöpping am Stand von visitscotland.de führen können. Wilfried Klöpping ist seit mehr als 25 Jahren als der Schottlandberater im deutschsprachigen Raum unterwegs und berät Schottland-Interessierte zu den verschiedenen Hotspots beispielsweise von Historic Scotland, The National Trust for Scotland, diversen Whiskey-Destillerien und zahlreichen weiteren Partnern. „Wahrscheinlich kenne ich mich in Schottland besser aus als in Deutschland, obwohl ich hier lebe“ sagt Wilfried Klöpping schmunzelnd in unserem Gespräch. Uns empfiehlt er für unser Vorhaben auch die ausschließlich 4- bzw. 5-Sterne-zertifizierten schottlandweiten Campingplätze der Thistle Holiday Parks. Mal sehen, damit werden wir uns jetzt mal etwas näher beschäftigen.





In jedem Fall aber empfehlen wir allen, die sich für einen Urlaub in Schottland interessieren, sich ausgiebig auf den informativen Seiten von www.schottlandberater.de unzuschauen, hier bleibt wohl kaum ein Interesse unberücksichtigt.

So also werden wir uns an den nächsten noch immer etwas kühleren Tagen mit der Recherche nach sehenswerten Orten beschäftigen und weitere Punkte auf unserer Karte setzen, bevor es dann hoffentlich noch vor Ostern darum gehen wird, einige technischen Anpassungen an unserem „Hobbynator“ vorzunehmen. Diese werden wir dann nach Ostern auf einem kurzen Test-Trip in die Lausitz ein wenig ausprobieren und testen.